Vereine
 
 

Vereine hatten in Meerbeck ab 1910 eine Vielzahl von Aufgaben und Funktionen. Sie dienten zur gegenseitigen wirtschaftlichen Unterstützung der Bergleute, als Zusammenschluss zu sportlichen Übungen, Musik und Theater und zur Bildung und Schulung. Den Menschen, die neu in den Bergbau kamen, konnten sie bei der Einpassung in die ungewohnte, durch die Zeche geprägte Umwelt helfen. Fast alle Vereine übernahmen gleich mehrere von den hier aufgezählten Aufgaben. Nicht wegzudenken aus dem Vereinsleben ist schließlich das Feiern von Festen.

Durch die Zuwanderung bedingt, bildeten sich zunächst Heimat- und Standesvereine. Durch die Bevölkerungszusammensetzung war der slowenische Sankt Barbara Verein, der stärkste und aktivste. Ein Sprichwort sagt: 3 Slovenen bilden einen Gesangchor. Höhepunkte bildeten das Stiftungsfest, das Weinlesefest, das Patronatsfest Sankt Barbara und die Weihnachtsfeier. Man traf sich oft zu gemütlichen und fröhlichen Beisammensein.
Sankt-Barbara-Verein

Um 1910 wohnten in der Kolonie Meerbeck- Hochstraß über 2000 Tschechen. Einige von ihnen gründeten den Sankt Nepomuk Verein - Jan Nepomcki spolek-. Als religiöse Monatsschrift wurde der " Sv. Vojtech " (Sankt Adalbert) verbreitet und womöglich in alle Familien hineingetragen. Der Chronist berichtet von einem Jungen wie folgt: "in einem Hause, wo ich den "Svati Vojtech " abgebe, will mich die Frau stets mit dem Besenstiel schlagen, weil sie das Blatt nicht haben will. Ich öffne schnell die Türe und werfe das Blatt hinein. In diesem Augenblick kommt die Frau mit dem Besen. Aber bevor sie mich trifft, schließe ich schnell die Türe, so dass sie den Türrahmen trifft, nicht aber mich. "

Polnisch sprechende Bergarbeiterfamilien gab es im Vergleich zum Ruhrgebiet nur wenige. In Meerbeck- Hochstraß wohnten nur 173 polnische Familien. Die Polen gründeten in Meerbeck den polnisch-katholischen Sankt Adalbert- Verein.
Besonders nachhaltige Impulse gaben die katholischen Standesvereine. Sie sahen ihre Aufgabe zunächst darin, ihre Mitglieder aus den Herkunftsländern zusammenzuführen. Vom Tag der Gemeindegründung an war klar, dass der starke und prägende Einfluss des Bergbaus in den pastoralen Bemühungen deutlich berücksichtigt werden muss. Nur auf einige Verbände und Vereine soll eingegangen


Altes Jugendheim an der Lindenstraße

werden, die auf Grund ihrer Geschichte, ihres Programms und ihrer Mitgliederstruktur einen besonderen Schwerpunkt darstellen.

KAB
Nach der KAB-Satzung gehört die Verantwortung der Arbeitnehmer-Bewegung und Politik mit zu den verbandlichen Zielen und Aufgaben. Wenn sich dieser Verband mit der Alten- und Rentnergemeinschaft besonders der älteren Menschen annimmt, so hat er sich auch damit einem an Bedeutung noch wachsenden Aufgabenbereich zugewandt. Weitere praktische Schwerpunkte: Kontakt zu ausländischen Arbeitern, Bereitschaft zur Kandidatur für den Betriebsrat oder kommunale Parlamente. Die Sorge um den Menschen- besonders um Arbeitnehmer- ist immer ein Schwerpunkt der Arbeit der KAB in der Pfarrgemeinde gewesen.


Arbeiterverein 1930

KAB-Karneval-Gründung aus Pfarrkarneval

KAB-Karneval

Dieses Anliegen zieht sich wie ein roter Faden durch die Bildungsprogramme. Neben diesem Engagement nimmt die Geselligkeit einen breiten Raum ein. Als Beispiel soll der KAB-Karneval erwähnt werden. Die ersten Karnevalsveranstaltungen der KAB fanden 1951, 1952 und 1953 im Saal Schäfer auf der Neustraße in Moers statt. Sie wurden von einem auswärtigen Karnevalisten gegen Entgelt geleistet. " Das machen wir jetzt selber! " hieß es in der KAB, und auf Initiative einiger KAB-und Pfarrjugendmitgliedern wurde ein Elferrat gegründet. Die Karnevalsveranstaltungen fanden von 1954 bis 1959 im Saal Kambartel in Moers statt, und zwar am Karnevalssonntag. Seit 1960 sind sie im kath. Jugendheim an der Lindenstrasse. Es ist Tradition, dass alle Büttenredner und Sänger bei der in KAB-Sitzungen kostenlos auftreten. Von dem großem Ansehen der Sitzungen zeugt die Tatsache, dass die Bürgermeister von Moers seit Jahren Gast des KAB-Karnevals sind.

Frauengemeinschaft
Von den katholischen Verbänden ist die Frauengemeinschaft seit ihren Anfängen eng mit dem Leben in der Pfarrgemeinde verbunden. Im Gegensatz zu vielen anderen Verbänden lag der Schwerpunkt der Aufgaben des Jungfrauen- und Müttervereins ganz eindeutig in der


Mütterverein 1927

Pfarrgemeinde und deren sozialen und karitativen Aufgaben. Bereits im Jahre 1910 wurde mit 20 Mitgliedern der Frauen- und Mütterverein gegründet. Die fremdsprachigen Frauen traten den Verein zum großen Teil bei, nachdem sie die deutsche Sprache hinreichend erlernt hatten. So war der Verein 1922 bereits auf 370 Mitglieder angewachsen. Die Betreuung der Armen, dass Anfertigen von Kleidern für Hilfsbedürftige, Familienpflege und Fürsorgetätigkeit lagen zum großen Teil in den Händen der Frauen und Mütter. Nach dem Krieg wurde die " Frauen- und Müttergemeinschaft " in der katholischen Frauen Gemeinschaft Deutschlands (kfd) zusammengefasst.

Jugendverbände
Erwähnt seien auch die Verbände im Bereich der Jugendarbeit. Mit dem Ende der freien Jugendverbände durch die Proklamation einer Staatsjugend im nationalsozialistischen Reich wurden auch in Meerbeck die katholischen Jugendbünde verboten und aufgelöst. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Verbände geeint im Bund der Deutschen katholischen Jugend. Neben der aktiven Arbeit der weiblichen und männlichen Pfarrjugend und den Froh- und Jungschargruppen, waren folgende Mitgliedsverbände vertreten: Junge Christliche Arbeitnehmer (CAJ), deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) und die Deutsche Jugend Kraft (DJK).
Neben den konfessionellen Gemeinschaften bildeten sich gleichzeitig politische Vereinigungen. Um 1919 wurde " Die Sozialistische Arbeiterjugend " gegründet. Zu dieser Zeit wurde auch die SAJ in Meerbeck aktiv. Aus einer alten Kriegsbaracke, welche man in Baerl erworben hatte, wurde 1927 ein eigenes Jugendheim an der Römerstraße Ecke östliche Kirchstraße in Eigenleistung errichtet. Neben den Heimabenden gehörten Wanderungen und Fahrten zum Programm. Über die Kindergruppen " Nestfalken " (sechs bis acht Jahre), " Küken " (bis zehn Jahre) " Jungfalken " (bis zwölf Jahre) und " Roten Falken " wurde man mit vierzehn Jahren in die SAJ übernommen.


SAJ-Heim
Jungbanner

Eine starke Bewegung in Meerbeck waren die Naturfreunde.
Neben den Jugendverbänden spielte der Sport und seine Organisationen eine große Rolle.


Reichsbanner

Neben dem sozialistischen Arbeitersportverein " Vorwärts Meerbeck " (Schwimmen und Turnen) und dem " Arbeiter- Radfahrerbund-Solidarität ", gehörte der kommunistische Sportverein " Rot-Sport " (Turnen besonders Kinderturnen und Spielmannszug).
Die Deutsche Jugendkraft (DJK) hat eine doppelte Aufgabenstellung: die Menschen in den katholischen Organisationen für die Sportpflege zu gewinnen und zu zeigen, wie sehr recht betriebener Sport mit den Grundsätzen des Glaubens zu vereinbaren sind. -Sport muss Spiel bleiben- Darum stehen Leibesübung und Sportpflege in der DJK im Dienst der Menschenbildung, Gesundheitspflege, Erholung und freudvoller Freizeitbeschäftigung. Im 3. Reich wurde die DJK “gleichgeschaltet“ das heißt verboten. Am 18. Dez. 1955 wurde der Verein von 70 Mitgliedern wieder gegründet. Durch besonders gute Jugendarbeit war der Verein bereits 1970 auf 320 Mitglieder gestiegen. Neben Kinderturnen und Gymnastik stand der Fußballsport im Vordergrund, was in 10 aktiven Fußballmannschaften seinen Ausdruck fand.


Plakat Gautreffen Solidarität

Arbeitersport, Turner 1931
DJK-Turnabteilung bei der Gründung

DJK B1-Jugend 1959 als Gruppenmeister

1. Fußballmannschaft TuS-Meerbeck- Meister 1936/37

Die Geschehnisse des Sportlebens in Meerbeck lassen sich am besten beim ältesten und heute noch bestehenden MSV würdigen. Bis zum Entstehen des " Sportverein im Schatten des Förderturms " war es ein langer Weg.
Im Jahre 1913 wurde im Saale Lohmann die " Turnerschaft Meerbeck " gegründet. Mit der Vereinsgründung wurde ein Anschluss an den Niederrheinischen Turnerbund verbunden. Im Jahre 1919 wurde der "Meerbecker Spielverein " als reiner Fußballverein ins Leben gerufen. Ein Jahr später entstehen im Jahre 1920 weitere sportliche Vereinigungen, die "DJK Meerbeck " mit den Sportarten Fußball und Turnen, und der Arbeitersportverein " Vorwärts Meerbeck " (Schwimmen und Turnen).
Angesichts dieses " Vereinsbooms " mussten natürlich die dementsprechenden Sportstätten


Turnhalle Römerstraße 1929

geschaffen werden. Schon 1921 wird auf dem von der Zeche Rheinpreußen zur Verfügung gestellten Gelände am Galgenberg der erste normgerechte Fußballplatz in Meerbeck eingeweiht. (Sandwüste)
Alle Arbeiten wurden ausschließlich in Eigenleistung erstellt. 1929 wird dann auch die modernste Turnhalle an der Römerstraße eingeweiht, wodurch die Turnvereine einen enormen Zulauf erhielten. Inzwischen war man auch dem Allgemeinen Deutschen Turnerbund beigetreten.
Die Zeit des Nationalsozialismus geht auch an den Meerbecker Vereinen nicht spurlos vorüber. 1933 wird " Vorwärts Meerbeck " aufgelöst. Die aktiven Turner schließen sich notgedrungen dem "ATD Meerbeck" an, der aus " Vorwärts Meerbeck " und der " Turnerschaft Meerbeck " entspringt. Die Situation wird für alle Vereinigungen recht schwierig. Dazu kommt, dass der " Meerbeck SV " in finanzielle Schwierigkeiten gerät. Durch Hilfe von Rheinpreußen fusioniert der "SV " mit dem "ATD " zum " Turn- und Spielverein Rheinpreußen Meerbeck " mit den Sportarten Fußball, Turnen,


Klasse in der Turnhalle

Turnhalle mit Erweiterung der Radsporthalle 1950

Handball, Leichtathletik, Ringen Radfahren und Schießen. Der Verein hat eine solide Grundlage geschaffen. Doch 1944 wird der Sportbetrieb auf Grund des Kriegsverlaufs ganz eingestellt. Schon kurz nach Ende des Zweiten Weltkrieges wird der Wiederaufbau des Vereins und seiner Sportstätten angepackt.
Nach dem Kriegsende lag auch der Sportbetrieb in Meerbeck restlos am Boden. Die Turnhalle war zerstört und der Sportplatzes war mit Bombentrichtern übersät. Nach dem das Spielfeld notdürftig planiert worden war, wurde der Spielbetrieb wieder aufgenommen.


Aufstieg der 1. Fußballmannschaft in die Amateurliga 1951/52

Mit dankbarer Unterstützung von Rheinpreußen und den Behörden konnte dann im Jahr 1952 mit dem Bau eines zweiten Spielfeldes begonnen werden. Dadurch wurde Platz und Raum zur Erstellung der Hauptkampfbahn geschaffen und die Erweiterung in diesem Maße möglich.
Nach der Fertigstellung des Ausweichplatzes wurde unverzüglich mit den Arbeiten am neuen Stadion begonnen. Bei den Baggerarbeiten wurden hierbei noch zwei scharfe Bomben freigelegt, die bisher unbemerkt unter dem alten Spielfeld geschlummert hatten. Bald stellen sich auch wieder erste sportliche Erfolge ein. Die A1-Fußballjugend wird nacheinander Kreis- Bezirks- Niederrhein- und Westmeister (Zonemeister)


Einweihung Stadion (Einzug)
1952 organisieren sich auch die Turner wieder. 1953 wird der normale Sportbetrieb durch den Umbau des Sportplatzes eingeleitet. Nach Fertigstellung sind nunmehr die Hauptkampfbahn


Einweihung Stadium


Länderkampf-Programmheft

mit einem Fassungsvermögen von ca. 23.000 Zuschauern, zwei Fußballfeldern, das Rasenspielfeld mit seiner Größe von 105 mal 75 Metern und einer 6 fach 400 Meter Laufbahn vorhanden.
Bei der Einweihung gab der Bergwerksdirektor Reuter die Anlage den Namen " Rheinpreußen-Stadion ". " Wir vergeben diesen Namen nur einmal ", sagte er, " aber wir wissen, wem wir ihn geben.
1955 wird die Turnhalle wiederhergestellt.
Schon 1957 erringen die Leichtathleten der Schülerklasse bei der Jugend- Mannschaft- Meisterschaft der Bundesrepublik Deutschland den zweiten Platz.
Höhepunkt dieser Jahre ist 1959 die Einweihung des Rheinpreußenstadions mit dem Leichtathletik Länderkampf der Frauen zwischen der Bundesrepublik und der CSSR.

 

 


Länderkampf
Länderkampf


Marathon-Vergleichskamp
f
Marathon-Vergleichskampf, Einlauf ins Rheipreußen-Stadion


Marathon-Qualifizierung

Max-Schnitzer-Heim

Tante Gertrud (Frau Schmitz) 90. Geburtstag

Eintrittskarte

In Meerbeck trugen die Vereine von Preußen Krefeld, Bayer 05 Uerdingen, TuSEM Essen und der Veranstalter TuS Meerbeck am 4. Mai 1966 einen Klub- Vergleichskampf über 42,195 km aus. Der einheimische Läufer Jürgen Bergmann lag bis Kilometer 33 einsam an der Spitze, ehe er von seinem Mannschaftskameraden und dem späteren Sieger Manfred Gehrmann (2:26:15,4 h) überholt wurde und drei Kilometer vor dem Ziel erschöpft aufgab.
Knapp sechs Wochen nach dem beschriebenen Klubkampf veranstaltete der TuS Meerbeck am 15. Juni erneut einen Marathonwettbewerb als Qualifizierung für die Olympischen Spiele in Mexiko- City.
Nach diesen Anstrengungen folgt eine ruhige Zeit, die mit sportlichen Ereignissen erfüllt ist.
Erst 1970 gibt es für "TuS Rheinpreußen Meerbeck " wieder eine Veränderung: das neue Vereins- und Jugendheim wurde fertig gestellt. Zwei Jahre später erhält es den Namen " Max-Schnitzer-Heim.
1971 steht dann schließlich die Fusion mit der DJK Meerbeck ins Haus. Wieder gibt es einen neuen Vereinsnamen " Rheinkamper Sportverein Meerbeck 13/20 e. V. Der neugegründete Verein umfasst nun alle ehemals aufgebauten Vereine zusammen. Eine 1977 geplante Fusion mit dem Grafschafter- SV scheitert an wenigen Meerbecker Stimmen. 1978 erhält der Verein seinen heutigen Namen: " Meerbecker Sportverein 13/20 e. V. (MSV).



Freie Schwimmer Meerbeck
Im Rahmen des Arbeitersportbundes vom damaligen Vorsitzenden des Sportkartells, Richard Busch, gegründet. Er, der selbst Nichtschwimmer war, musste einen tödlichen Badeunfall im Baggerloch " Katzenbagger“ mit ansehen. Er war so erschüttert, dass er sich vornahm, alle seine Kräfte einzusetzen, um der Jugend die Möglichkeit zu verschaffen, das Schwimmen zu erlernen. 1928 wurde von der Bergwerksgesellschaft Rheinpreußen das Baggerloch " Katzenbagger " (an der Römerstraße gegenüber des Treibstoffwerkes) angepachtet, dass von den Mitgliedern zum Schwimmen und Baden genutzt werden konnte. 1929 erwarb man von der Gemeinde die alte Schulbaracke der katholischen Schule (siehe Schulen) und stellte sie am Baggerloch auf.
In Eigenleistung wurde ein 50 Meter-Sportbecken und Sprungturm von den Mitgliedern errichtet. Die sportlichen Aktivitäten erstreckten sich nicht nur auf den Schwimmensport, sondern es wurden auch Paddelboote gebaut, die anfangs als Rettungsboote verwand wurden,

denn der Verein hatte die Rettungswacht über zehn Kilometer Rheinstrom übernommen.
Faustball, Turnen und Handball waren andere Sportarten, die mit Erfolg betrieben wurden.
1931 begann man damit, die Holzbaracke durch einen Steinbau zu ersetzen, außerdem entstand am " Katzenbagger " ein Sportplatz mit einer Zuschauertribüne. Mit der " Machtübernahme " 1933 wurden alle Vereine der Arbeiter-Sportbewegung verboten und aufgelöst.


Schulbaracke

Sämtliche schriftlichen Unterlagen und Mitgliederlisten wurden aus Gründen der persönlichen Sicherheit vernichtet.
Am 12.9.1950 fanden sich Gründungsmitglieder zusammen und gaben dem wiederbelebten Verein den Namen " Freie Schwimmer Rheinkamp e.V. "
Der Schwimmbetrieb wurde im " Maggibagger ", dem heutigen Waldsee, aufgenommen, und sofort setzten Bemühungen ein, eine neue Badeanstalt zu schaffen. Am 02.05. 1954 wurde die Badeanstalt in Betrieb genommen, und die geregelte sportliche Ausbildung konnte beginnen.
Das Vereinsleben fand zur damaligen Zeit praktisch nur während der Sommermonate statt, da auch der Vereinsraum im Winter nicht genutzt werden konnte. Lediglich die Turnhalle an der Römerstraße ermöglichte einen ganzjährigen Sportbetrieb. Der gute Leistungsstand der Wettkampfschwimmer beruhte damals zum größten Teil auf der intensiven Arbeit in den Turnhallen.
Die Übernahme einer Sportabzeichen-Gruppe bedingte es, dass der Verein 1965 Mitglied des


Badeanstalt Waldsee 1954

Guter Fang

Deutschen Leichtathletik-Verbandes wurde.
Ab November 1972 konnte im Sportzentrum Rheinkamp-Meerfeld die Schwimmanlage auch für die schwimmerische Arbeit genutzt werden.
Über die heutigen Aktivitäten und Veranstaltungen kann man sich im Internet unter http://home. t-Online.de/home /freie- Schwimmer- Rheinkamp informieren.

Anglervereine

Meerbeck ist auch der Vereinsort zweier Anglervereine. Ende der vierziger Anfang der fünfziger Jahre gründeten Belegschaftsmitglieder von Rheinpreußen die »Angler-Interessengemeinschaft Rheinpreußen- Meerbeck e.V.« und der »ASV " Rheinpreußen " Waldsee e.V.. Mitglieder konnten nur Beschäftigte von Rheinpreußen werden, da das Gewässer, der Waldsee, im Besitz von Rheinpreußen war. Dieser wurde den Anglern zunächst pachtfrei überlassen. Ein großer Förderer des Angelsports war der damalige Generaldirektor Dr. Kost. Mit Unterstützung von Rheinpreußen konnten beide Vereine ein Anglerheim errichten. Die Angler betreiben aktiven Naturschutz und sorgen für einen Artenreichtum im Gewässer. Beide Vereine betreiben eine gemeinsame Jugendarbeit und fördern das Behindertenangeln.

 




Behinderten-Sport-Gemeinschaft
Im Jahre 1955 wurde in Meerbeck eine Gemeinschaft von Kriegsversehrten ins Leben gerufen. Schon bald folgten Unfall- und Zivilgeschädigte, sie bildeten zusammen mit den Gründern eine Sportgemeinschaft die " Behinderten-Sport-Gemeinschaft Moers e.V. "(BSG). Personen die durch Krieg, Verfolgung, Unfall, Geburt oder Krankheit Bewegungsfähigkeiten eingebüßt haben oder mit gesundheitlichen Einschränkungen leben müssen, suchten und fanden das Erlebnis neue gesteigerter Lebensfreude.
Ballspiele im Sitzen, Schwimmen, Tischtennis,

Anglerboot

Leichtathletik sowie Bogenschießen zählen schon bald zum Übungsprogramm und zum geselligen Miteinander.
Vorurteile, Unwissenheit und Scheu erschweren vielfach Kontaktaufnahme und Kommunikation zwischen Behinderten und Nichtbehinderten. Der Sport bietet hier eine gute Möglichkeit des Miteinander, außerdem weist er Wege aus der Isolation und fördert die Integration.

Im Laufe der Jahre wurde das Übungsprogramm stetig erweitert. Weil sich die Vereinsführung mit dem Erreichten nicht zufrieden gab, ging man neue Wege und bewertete neue Sportarten positiv. So wurden Fußballtennis, Kegeln, Torball, Gymnastik, Bosseln und Flugball feste Größen. Qualifizierte und fachorientierte Übungsleiterinnen und Übungsleiter bilden das Herzstück des Vereins.




BSG-Bogenschießen

BSG-Gymnastik

BSG-Ballspiele
Tischtennis-Verein
I
m Jahre 1959 entstand aus der sozialistischen Jugend " Die Falken " der Verein TTV " Die Falken " Meerbeck. Schon einige Jahre zuvor wurden regelmäßig Tischtennis-Wettkämpfe

Meisterschaften 1936
gegen andere Jugendgruppen ausgetragen. Mit der Zunahme der Begegnungen gegen andere Jugendverbände, u.a. die Naturfreunde, den CVJM, die Sportjugend, die Pfadfinder und die Tischtennis-Mannschaften der Berglehrlingsheime reifte der Entschluss, einen Tischtennisverein zu gründen und an den Wettkämpfen in WTTV teilzunehmen. Bis 1967 trainierte und trug man die Meisterschaftsspiele im Falkenheim an der Bismarckstraße aus. Bessere Entfaltungsmöglichkeiten, vor allem im

Jugendbereich, ergaben sich 1967 durch den Umzug in die Turnhalle der Realschule in Rheinkamp. Ein weiterer Umzug erfolgte im November 1973 in das Sportzentrum in Rheinkamp. In dieser Zeit erfolgte auch die Namensänderung in TTV " Die Falken " Rheinkamp. Im Verein nimmt auch die Geselligkeit einen großen Stellenwert ein.

Taubenzüchter-Vereine
Die Beschäftigung mit den Brieftauben war, neben Fußball, der Hauptsport der Bergleute. Die Brieftaube war das Rennpferd des kleinen Mannes. Um 1912 entstanden in Meerbeck mehrere Brieftaubenzuchtvereine. Die Namen: " Gut Flug ", Edle Taube ", " Rauschende Schwingen " und " Bergmanns-Stolz " sind Namen die sich zum Teil bis heute erhalten haben. 1920 waren rund zwanzig Vereine (jeder Verein hatte 10 bis 15 Züchter) in der Reisevereinigung Moers registriert. Die Gründungsmitglieder waren Bergleute mit Ausnahme der Vereinswirte und einiger Geschäftsleute. Es dauerte oft Jahre bis sich ein Verein einen Reisekorb (zu der Zeit 16,50


Tauben auf dem Dach
Interview Uhrschule

Mark) leisten konnte. Das Korbgeld betrug pro Taube 10 bis 15 Pfennig oder heute 50 Cent. Mit dem Geld wurde der Taubentransport finanziert. Vor dem Schicken (Reisen) bekamen die Tauben einem Gummiring ums Bein. Bei der Rückkehr zum Heimatschlag wurde der Gummiring in einer Taubenuhr konstatiert. Dabei wurde die Zeit registriert und danach wurden die Ergebnisse festgestellt. Heute geschieht die Erfassung mit Antenne und Chip. Innerhalb des Vereins wurden Medaillen, Diplome und Ehrenpreise ausgeflogen. Da zum Vereinsleben auch das gesellige Zusammensein und das Feiern gehört, wird die Übergabe der Ehrenpreise ganz groß gefeiert. Die Auflassorte sind je nach Leistungsklasse zwischen 100 bis 1000 Kilometer entfernt.
Im Juli 1933 kam es bei der Gleichschaltung der Vereine zum Zusammenschluss in die " Reisefachgruppe Reisebrieftaubenwesen e.V. "Wettflüge wurden ab 1941 nicht mehr veranstaltet. Nach dem Zweiten Weltkrieg 1946 kam es zum Zusammenschluss der Reisevereinigungen Meerbeck- Hochstraß mit Homberg und Umgebung. Im Jahre 1965 gründeten mehr als 100 Mitglieder die selbstständige Reisevereinigung Rheinkamp. In den letzten Jahren ist die Brieftaubenzucht ein teures Hobby geworden. Und langsam, aber sicher verliert Meerbeck, dass immer eine Hochburg der Brieftaubenfreunde war, an Bedeutung.


Neuer Vorstand 1965

Vereinslokale
Die rege Vereinstätigkeit in Meerbeck wäre kaum möglich gewesen, wenn nicht neben den Vereins- und Jugendheimen, eine Reihe gut geführter Gaststätten und Vereinslokale gegeben hätte. Es sollen hier folgende genannt werden. Lohmann, Pitterl, Schuen, Knüffelmann, (nach dem Krieg Lohmann heute Koch) Pesch (früher Seyok) und Biltjes.


Gaststätte Lohmann, Bismarckstr./Ecke Römerstr. (heute Imbissstube)


Gaststätte Piiterl

Gaststätte Pesch

Billiard-Klubs
Besonders gut aufgehoben waren die Billardklubs.
Am 28. August 1928 schlossen sich sieben Meerbecker Billardfreunde zum Billardklub " Reiner Ball " zusammen. Noch am gleichen Tage fanden zwei weitere Bürger Meerbecks den Weg zu dieser Gemeinschaft. Vom ersten Tage des Bestehens an fühlte man sich im Vereinslokal " Zum Reichsadler " heimisch. Im Raume Moers bestanden zu dieser Zeit nur wenige, meist lose zusammengeschlossenen Billardklubs. Da auch deren Spielstärke nicht ausreichte, den BC " Reiner Ball " zu besiegen
und sie somit keine ernsthaften Gegner waren,wurde schon bald der Spielbetrieb


Gaststätte Schuen

Gaststätte Knüffelmann

Gaststätte Biltjes

Freier Saarplatz um 1926
Saarplatz heute

mit rechtsrheinischen Vereinen aufgenommen. Mit dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges brach jedoch eine bittere Zeit an. Als dann auch das Vereinslokal durch Bomben zerstört wurde, erlosch das Clubleben fast vollständig. Das kleine Häuflein fand sich nach notdürftigem Wiederaufbau des Vereinslokals in erstaunlich kurzer Zeit wieder zusammen. Anfang des Jahres 1959 fanden immer mehr Billardsportler den Weg in den Club. Er gehört nicht nur zu den ältesten sondern auch zu den zahlenmäßig stärksten Billardvereinen am linken Niederrhein.


Reiner Ball Meerbeck
Am 30. April 1936 schlossen sich Meerbecker Billardfreunde, welche bis dahin bereits längere Zeit das Billardspiel zur Geselligkeit gepflegt hatten, zum Billardklub "Gut-Stoß " Meerbeck zusammen. Die ersten Klubkämpfe wurden zunächst als Freundschaftskämpfe ausgetragen. An dieser Zeit erinnern sich die älteren Mitglieder noch gerne, war doch jedes Spiel einer Art Familienfest, zumal damals die Ehefrauen, Bräute und Bekannten regen Anteil nahmen. Es wurden Freundschaftskämpfe abgeschlossen und es war schon eine Tagesreise wert, daran teilzunehmen. Es wurde ja nicht nur gespielt, sondern die Geselligkeit kam besonders zum Zuge. Wenn die letzte Straßenbahn ab Ruhrort verpasst wurde- das kam des Öfteren vor- zog man mit Gesang und guten Mutes der Heimat per pedes Apostulorum zu. Das gehörte nun einmal dazu, zu Fuß ab Ruhrort mit Endziel Meerbeck! Heiligenhäuschen, die am Wege

Zeitung: "Ehrung Gut Stoß"

standen, wurden zur Rast und Erbauung (Durst hatte man immer) natürlich besucht und dann ging es mit frischem Mut wieder weiter und wenn das Vereinslokal erreicht war, wurde noch einmal alles repetiert und durchgekaut! Stimmen sagen, dass es oftmals darüber hell wurde. Das Kriegsgeschehen brachte alles zum Erliegen. Die meisten Mitglieder wurden zur Wehrmacht einberufen, evakuiert und in andere Gegenden verschlagen. Der Spielbetrieb musste notgedrungen eingestellt werden. Nach Kriegsende kam man wieder zusammen und neue Mitglieder kamen hinzu und man fing, wie man so schön sagt, wieder an zu knickern.


Schießhalle
Spielmannszug

Heimatvereine
Ein großes Anliegen war es für die aus allen Gegenden Deutschlands und darüber hinaus in Meerbeck zusammen geströmten Familien sich in ihren Heimatverbänden zu vereinigen. So trafen sich zu geselligen Veranstaltungen und Umzügen der Schlesier -Verein, die Niedertaler und die Vereinigung Alm-Rausch. (Schublad'ler).

Über den Bürgerschützenverein, der seine Schießanlage an der Bismarckstraße (auf dem Hof der Gaststätte Schuen ) hatte, kann heute nur so viel in Erfahrung gebracht werden, dass der Rot-Sport Spielmannszug sich 1933 im Zuge der Gleichschaltung sich dem Schützenverein angeschlossen hat.

Gesangsvereine
Mein ganzer Reichtum ist mein Lied, sagte G. Herwegh vor mehr als 100 Jahren in seinem " Leicht Gepäck ", und richtig ist bestimmt, dass Menschen ohne Lied arm dran sind.
Überwiegend österreichische Bergarbeiter gründeten 1909 den Gesangverein " Frohe Sängerlust ". Ihnen lag daran, in ihrer Freizeit möglichst häufig mit Landsleuten zusammenzutreffen, um von der alten Heimat zu erzählen und in gemütlicher Runde miteinander zu plaudern und zu singen. Während des Ersten Weltkriegs ruhte das Vereinsleben. Der Chronist berichtet, dass sich im Jahre 1923 zahlreiche


Sangeslust Gründungs-Protokoll

Sangeslust Saal Lohmann
90 Jahre Sangeslust Meerbeck

Sänger dem Chor angeschlossen haben. Mit dem Wiederaufbau in Deutschland setzte auch innerhalb des Vereins eine überaus erfolgreiche Aufbauphase ein. Durch sein Einfühlungsvermögen und sein großes Können formte der Dirigent, Karl-Heinz Wolters, den Chor zu einem vorzüglichen Klangkörper, und unter seiner Leitung wurde das anspruchsvolle Liedgut zum ständigen Repertoire einer großen Anzahl von Konzerten. Ihm ist es zu verdanken, dass der Chor weit über die Grenzen des Niederrheins bekannt wurde. Chorneugründungen waren 1965 der Kinderchor und 1968 der Frauenchor. Neben den Konzertaufführungen dürfen die zahlreichen musikalischen Adventsfeiern und die Konzerte mit Melodien aus aller Welt der Oper, Operette, des Musicals sowie mit Volksliedern nicht unerwähnt bleiben. Aus Mangel an Nachwuchssängern wurde Ende der 90er Jahre der Zusammenschluss des Männerchores mit dem Männerchor " Frohsinn " Moers vollzogen.
Nicht unerwähnt bleiben dürfen der evangelische und katholische Kirchenchor. Sie tragen wesentlich zur Gestaltung und Verschönerung der Gottesdienste bei. Darüber hinaus erfreuen sich ihre Konzerte einer immer größer werdenden Beliebtheit.
Gemeindemitglieder der katholischen Gemeinde Meerbeck/Baerl haben 1998 den Förderkreis Musik gegründet. Er bringt Konzerte auf den Weg, die von eigenen Musikern der Gemeinde, aber auch von international bekannten Musikerpersönlichkeiten gestaltet werden.



Chordarbietung mit Kindern
Konzert mit verschiedenen Schlaginstrumenten
Knappenchor Rheinland vor Schacht V

Die Bergleute singen »Glückauf, Glückauf!«

Im Laufe des Jahres 1905 war die Gründung der Knappengesangvereine Schacht IV und V. Der Knappengesang ist ein charakteristisches Merkmal des Bergmannsstandes. Ihre Aktivitäten waren bei den befreundeten Gesangvereinen und Knappenchöre die Beteiligung am Freundschaftssingen, und an der Gestaltung der 1.-Mai-Feiern und der Barbara-Feiern. Aus der leider stark sinkende Zahl der Sänger vereinigten sich die Knappenchöre Pattberg und Rheinpreußen unter dem Namen Knappengesangverein " Rheinland " im Jahre 1972. Jetzt konnten die Aktivitäten in vollem Umfang wieder aufgenommen werden. Der Text eines klassischen Bergmannslieds lautet:
»Glückauf, Glückauf!/der Steiger kommt; /Und er hat sein helles Licht bei der Nacht,/Und der hat sein helles Licht bei der Nacht / Schon angezünd't, schon angezünd't.
Hat's angezünd't! / Es gibt einen Schein, / Und damit so fahren wir / - Bei der Nacht / Ins Bergwerk' nein, / Wo die Bergleute sein, / Die da graben das feinste Gold / - Bei der Nacht / Aus Felsenstein.
Der eine gräbt das Silber, / Der andere gräbt das Gold. / doch dem schwarzbraunen Mägdelein / - Bei der Nacht /Dem sein sie hold.
Ade, nun Ade! / Herzliebste mein! / Und da drunten im tiefen, finstern Schacht / -Bei der Nacht, / Da denk' ich dein.
Und kehr' ich heim / Zum Liebchen mein, / Dann erschallet des Bergmanns Gruß / - Bei der Nacht. / Glückauf! Glückauf!
Die Bergleute sein / Kreuzbrave Leut', / Denn sie tragen das Leder vor dem Arsch / - Bei der Nacht / Und saufen Schnaps.

KG Lusticana- Moers- Meerbeck e.V.
Der Karneval in Meerbeck hat Tradition. Sie ist viele Jahre älter als die Gesellschaft Lusticana und beginnt im Jahre 1954. Damals kamen die KAB und die Pfarrjugend auf die Idee Karneval zu machen. Diese Idee wurde rasch umgesetzt und unter dem Dach der Pfarrei St. Barbara wurden von nun an Karnevalsveranstaltungen durchgeführt. Diese Veranstaltungen waren von Anfang an ein voller Erfolg und eroberten sich rasch einen Stammplatz im Meerbecker Kulturleben. Sie wurden als Sitzungskarneval durchgeführt und Alt und Jung waren mit Begeisterung dabei, was sicherlich einen Großteil des Erfolges ausmachte.
Doch irgendwann wollte die Pfarrjugend einen anderen Karneval. Ihr genügten die Saalveranstaltungen nicht mehr. Sie wollte auf die Straßen. Sie wollte sich zeigen. Sie wollte am Nelkensamstagszug teilnehmen.
Wie kam es jedoch zu dem Namen Lusticana- Barbara? Er sollte einen Bezug zum Karneval haben, doch es war nicht leicht. Humor gab es- die KG Humorica, fideles gab es- die KG Fidelio. Aber lustig war noch keine Gesellschaft. Da man aus Meerbeck und aus der Pfarrjugend kam, sollte auch noch einen Bezug zur Pfarrei St. Barbara gefunden werden. So entstand dann aus diesen Überlegungen heraus der Name Lusticana- Barbara. Von Anfang an fanden die Karnevalssitzungen im katholischen Jugendheim an der Lindenstraße statt. Dabei ist es bis heute geblieben.
Und die jungen Karnevalisten hatten Glück. Hans Lechtenböhmer, Senator der Gesellschaft, stellte ihnen zwei Fahrzeuge zur Verfügung, mit denen sie ihrem Traum richtigen Karneval zu machen, ein ganz großes Stück näher kamen. In den Umbau der Fahrzeuge zu Eferratswagen und Senatorenwagen wurden von ihnen sehr viel Zeit und Arbeit investiert, denn schließlich


Motiv-Wagen

Orden "Unser Meerbeck"

Orden "100 Jahre Meerbeck"

lockte die Teilnahme am Nelkensamstagszug. War es auch manchmal sehr hektisch, die Freude überwog.
Das erste Vereinslokal war das Wohnzimmer des Präsidenten Leo Gramse. Hier traf sich in den Anfangsjahren der KG Lusticana der Elferrat der Gesellschaft. Obwohl man sich in der gemütlichen Runde sehr wohl fühlte kam der Wunsch auf, ein eigenes Vereinslokal zu haben. Es sollte der Gesellschaft entsprechend in Meerbeck sein und einen Saal haben, in dem Sitzungen abgehalten werden konnten. Und wieder hatten die Karnevalisten Glück. Der " Meerbecker Hof " der Eheleute Brigitte und Hermann Koch auf der Bismarckstraße bot sich geradezu an und beide waren gerne bereit, in ihrer Gaststätte das Vereinslokal der KG Lusticana aufzunehmen. Diese Verbindung hält bis heute an.
Da die Karnevalssitzungen der Lusticana von der Bevölkerung so gut angenommen wurden und man auch mit dem Nelkensamstagszug sehr gute Erfahrungen gemacht hatte, überlegte der Vorstand, Karneval auch noch in anderer Form zu präsentieren. Man startete das Experiment, an dem Freitag vor dem Nelkensamstag eine Außenveranstaltung durchzuführen. Sie sollte von den bewährten Kräften der Gesellschaft (Garden, Einzelkünstlern) gestaltet werden. Es wurde ein voller Erfolg, so dass diese Veranstaltungen als Straßenkarneval mittlerweile zur Tradition geworden ist.

 

 
 
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